OK, die Deutschen sind etwas sturer als wir und haben auch weniger Humor. Wir Schweizer diskutieren gerne etwas und versuchen bestimmte Regeln etwas zu unseren Gunsten auszuweiten. Das kann einen Deutschen dann schon mal an den Rand des Wahnsinns bringen, sind sie sich doch gewohnt, Paragraphen zu reiten. Vermutlich, weil sie die Freiheit nicht kennen und Angst vor dem Chaos haben.
Interessanter für mich wäre es, die sogenannten Insider kennen zu lernen. Imho bin ich selber einer und kenne das Metier ein bisschen. Es ist oft nicht leicht, an einem Eingang zu stehen und Regeln durchzusetzen, die man selber nicht richtig versteht. Stellt Euch vor, in eine UBS-Arena darf man keine Kuhglocken mitnehmen!
Wie erzähle ich das einem Schweizer? Es kann doch nicht sein, dass wir ein Lärminstrument nicht benutzen dürfen, dass wir auch an die Chesslete mitnehmen? Ausserdem stärkt dies das Gemeinschaftsgefühl von uns Schweizern und das ist doch auch etwas Wert, oder nicht? Da kommt dann ein Deutscher und sagt mir einfach, ich dürfte meine Kuhglocke nicht mit in die Arena nehmen. Ja sicher, der hat mir gerade noch gefehlt. Am Eingang nebenan ein ähnliches Bild, mein Nachbar darf seine Rätsche nicht mitnehmen. Ja wo sind wird denn hier? Da wird doch die Milch im Euter sauer und die Stimmung schlägt um... Ein Deutscher, der mir Schweizer hier in der Schweiz sagen will, was ich zu tun und zu lassen habe? Sind wir denn schon in der EU? Nein? Dann muss das an der Inkompetenz des Personales liegen. Die Schweizerische Protectas kann ja keinen Fehler machen, das Schweizer Personal auch nicht. Also sind es die Deutschen. Sagen die Insider.
Aber die Insider sollten eigentlich gar nichts sagen, denn sie haben mit dem Arbeitsvertrag auch eine Geheimhaltungserklärung unterzeichnet. Mit der Verletzung des Vertrages durch den Insiderhandel (die Insider handeln mit Insiderwissen, um mal im Slang zu bleiben) stellen die Insider sich hier als unzuverlässige und vertragsbrechende Mitarbeiter vor. Insofern sind für mich die durch Insider bewerteten Informationen mit sehr viel Vorsicht zu geniessen.
Dazu kommt noch, dass ein einzelner unzufriedener Journalist genügt um einen negativen Artikel zu verfassen. Evtl. durfte der Journalist mangels Akkreditierung ja einfach nicht in die Presseräumlichkeiten? Da braucht es dann nur noch einen deutschen Sicherheitsfachmann vor der Türe und schwupp.... punkt.ch hat seine Schlagzeile.
So nebenbei...
Lohndumpmpingng
Private Sicherheitsfirmen der Euro halten sich nicht ans Arbeitsrecht: Bei 80 Prozent der kontrollierten Unternehmen besteht laut der Paritätischen Kommission ein Verdacht, vor allem auf Lohndumping, schreibt der «Sonntag»
Kann ich eigentlich punkt.ch verklagen, weil ich mir beim lesen des Wortes Lohndumpmpingng die Zunge gebrochen habe? Ich kann ja meinen Arbeitgeber telefonisch nicht mal mehr über den Unfall informieren und verliere vermutlich meinen Job......
Beitraege






