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Judenstern und Islamophobie
Tuesday, 6. May 2008
Islamophobie
Thursday, 15. November 2007
Gibt es das wirklich? Angst vor einer Religion? Haben wir Angst vor einer Kirche, die eigentlich den gleichen Gott anbetet wie die Christen? Gibt es eine Christophobie? Wikipedia gibt dem Wort Islamophobie nicht das Recht auf einen eigenen Artikel sondern leitet weiter zu Islamfeindlichkeit. Hier muss der Leser schon ein bisschen genauer nachlesen und könnte, meiner Meinung nach, durchaus falsche Schlüsse ziehen. Fakt ist, dass starke, unbegründete Ängste als eine Phobie (ist eine krankhafte, das heisst unbegründete und anhaltende Angst vor Situationen, Gegenständen, Tätigkeiten oder Personen) bezeichnet werden. Unter dem Stichwort Islamfeindlichkeit findet sich dann folgender Satz: Im gesellschaftlichen Diskurs werden damit nicht rational begründbare, feindliche, diskriminierende oder rassistisch aufgeladene Gefühlsregungen, Bilder und Handlungen angesprochen, die sich gegen Muslime und Islam oder dessen, was sie dafür halten, richten.
Das heisst also... die von uns gespürten Ängste gegenüber der angeblich steigennden Islamisierung sind unbegründet, feindlich, diskriminierend oder rassistisch? Ein gutes Beispiel zur laufenden Diskussion liefert auch hier Wikipedia. In der Regel werden dort umstrittene Artikel gekennzeichnet, so auch der Artikel zum Thema Islamisierung. Darin streiten sich die "Experten", ob eine Islamisierung stattfindet oder nicht und inwiefern dieses Wissen bereits jetzt in einem Lexikon Einzug halten soll. Trotzdem, Aengste (Phobien?) sind auch dort herauszulesen. Wäre evtl. gut, wenn Ihr vor dem weiterlesen hier mal reinschaut.
Ok? Dann zurück zum Thema...Ich verbinde mal frech das Thema Islamophobie mit dem Thema Islamisierung und behaupte... die Islamisierung findet statt und die europäische Gesellschaft hat Angst davor. Ich verwende hier absichtlich nicht das Wort Phobie, da eine solche immer als unbegründet betrachtet wird.
Hier ein paar Artikel zum Thema:
- Artikel zum Theme Angst vor Islamisierung in der Türkei, Mai 2007
- Wahlpropaganda von Rinaldo Bucher, SVP Schweiz mit dem Anliegen gegen die Ver-Islamisierung der Schweiz
- Rede von EDU-Kantonsrat Stefan Dollenmeier zur PI 112/06 «Bauverbot von Minaretten», erschienen auf erntezeit29
- Verbot einer Demo gegen die Islamisierung Europas in Brüssel
- Niederländische Politker fordern Verbot des Koran
- Tariq Ramadan und die Islamisierung Europas
- 25 Jahre alter Plan des Europäischen Islamrats wird systematisch umgesetzt
- Terrorexperte Ulfkotte plant eine anti-islamistische Partei, April 2007
- Islamisierung unserer Lebenswelt wird von der Politik durchgesetzt
Die meisten der hier aufgeführten Links führen zu eher rechten oder konservativ-christlichen Seiten. Lustigerweise habe ich auf den ersten Seiten der Suchmaschinen nur Seiten gefunden, in denen die sogenannte Islamophobie scheinbar voll ausgebrochen ist.
Mal sehen.... In der Türkei demonstrieren mehrere Millionen Menschen gegen die Islamisierung des Staates. Von westlicher Sicht her könnte die Türkei, obwohl säkular organisert, als islamischer Staat durchgehen. So wie die Schweiz, Deutschland, Italien (um ein paar Beispiele zu nennen) auf christliche Werte aufbauen und die Mehrheit der Bewohner christlichen Glaubens sind, wurde die Türkei durch Atatürk aus einem islamischen Staat heraus gegründet und die Mehrheit der Bewohner sind (meinse Wisens) Muslime. Trotzdem bestehen Ängste gegen die Islamisierung? Wie sollen wir als Christen bei dem Thema neutral bleiben, wenn in der Türkeit gegen die Islamisierung demonstriert wird?
Damit ist es für mich ein Fakt und lässt sich nicht wegdiskutieren, Europa hat Angst vor der Islamisierung und wenn die Politiker von Links und Mitte nicht schnellstens auf diese Aengste eingehen, werden die Menschen den rechtspopulistischen Parteien in Scharen zulaufen. Womit allerdings das Problem nicht gelöst wird, sondern nur verschlimmert.
Folgende Punkte sind für mich nach dem Studium unter anderem der aufgeführten Seiten dafür verantwortlich:
- Unkenntnis
- Ungleichbehandlung der Religionen vor dem Staat
- Vergessen der eigenen Wurzeln und damit der Werte
- Angstmacherei von Parteien, die daraus den eigenen Vorteil ziehen möchten
Was wir dagegen machen sollten? Wir nehmen unsere Ängste ernst und machen das, was man immer gegen Ängste machen soll:
- Ruhig bleiben
- Analysieren
- Mögliche Ursachen beheben
Nicht ganz einfach und obwohl ich eigentlich gegen meine eigene Meinung schreibe bin ich dafür, dass einer Religion und dessen Angehörigen gegenüber dem Staat nicht mehr Rechte eingeräumt werden als den anderen Religionen oder Religionslosen. Staat und Kirche müssen entweder klar getrennt werden oder der Staat bekennt sich zur Kirche und vertritt die christlichen Werte dementsprechend. Nach meiner bisherigen Meinung können zwei so grundverschiedene Werte von einem Staat nicht vertreten werden, zumal die von der Gesellschaft vertretenen Grundrechte meines Erachtens zumindest teilweise nicht übereinstimmen.
Ich habe mir die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft angesehen und lese darin auf der ersten Seite...
Im Namen Gott des Allmächtigen!
Das Schweizervolk und die Kantone,
in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung,
im Bestreben den Bund zu erneuern, um Freiheit und Demokratie, Unabhängigkeit und Frieden in Solidarität und Offenheit gegenüber der Welt zu stärken,
im Willen, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung ihre Vielfalt in der Einheit zu leben.
im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den zukünftigen Generationen,
gewiss, dass nur frei ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen,
geben sich folgende Verfassung: (..)
Damit ist für mich zumindest im Bezug auf die Schweiz klar, wir sind ein christliches Land. Auch die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland beruft sich in der Präambel auf die christlichen Werte.
Ich kenne den Islam nicht. Ich kenne Menschen mit islamischem Glauben, die ich achte wie alle anderen auch. OK, ein paar davon verachte ich wie ander auch. Aber die Medien bringen mich kaum weiter in meinem Bestreben, etwas mehr zu lernen. Ich habe Angst vor den radikalen Kräften des Islam. Ich möchte mit Moslems, Juden und den anderen (exkl. Scientologen) in einem Staat zusammenleben, der so wenig Vorschriften als möglich erlässt. Ich möchte nicht, dass eine Religion die Gemeinschaft zu politischen Zwecken missbraucht.
Etwas wirr geworden, hm? Aber, ich glaube genau so sehen es viele Menschen in Europa. Der Fragen sind zu viele, Antworten sind nicht da. Vielleicht müssen wir uns die Antwort bei unseren Nachbarn suchen. Gehen wir auf sie zu und fragen sie. Vielleicht haben sie ja auch Fragen an uns?
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