Bild Svair
Noch einmal... es war dereinst der 15. Oktober des Jahres 2008 und ich und meine Familie irrten durch die urbanisierte Landschaft auf der Suche nach Nahrung und Kleidern für unsere Kinder. Immerhin stand der Winter unmittelbar vor der Türe und Schuhe taten sichtbar not... also kämpften wir uns durch von Marketingstrategen erbaute Hindernisse hin zu den Winterschuhen in diversen Geschäften.. Auch oder gerade weil der Mammon in unserem Hause zwar ein gern gesehener Gast ist aber nur zu selten hereinschaut haben wir uns die Auswahl nicht leicht gemacht. Die Mühe, durch die verschiedenen Geschäfte mit dem entsprechenden Angebote zu streifen auf der Jagd nach dem richtigen Schutz gegen das Winterwetter wäre noch das eine gewesen. Doch der Schock sass tief, als wir in ein Haus der Gebrüder Maus (Nein, nicht Micky Maus!) kamen. Der Eingangsbereich geschmückt wie an Weihnachten. Fragende Kinderaugen blickten zu uns auf... und wir mussten ihnen mühsam erklären.. es geht noch mehr als 2 Monate bis zum Fest der Liebe... das für viele zum Jubelfest für den Konsumgott geworden ist.
Es überschlich mich ein Gefühl... der starke Drang, das Geschäft der Gebrüder Maus in Solothurn sofort wieder zu verlassen. Ein Blick zu meiner Lebensabschnittpartnerin (Ehefrau sei heute nicht mehr modern, sagt man) bestätigte mein Gefühl. Auch ihr war sichtlich unwohl, obwohl sie diese Schockes wesentlich besser und schneller verdaut als ich. Imho scheint es so, als ob weibliche Menschen dem Konsumgott schneller anheim fallen als männliche Menschen.
Tja.. meinereiners Familie hat den Konsumtempel in unpassend weihnachtlichem Schmuck verlassen und wird auch bis nach Weihnachten diesen Tempel der Unzeit nicht mehr betreten.
Weihnachten beginnt im Advent... und ab dann soll geschmückt werden. Geschäfte, die früher schmücken "vergessen" wir einfach beim Einkaufen..
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