Aufmerksamkeit ist die Währung der Zukunft
Dieses Zitat habe ich im Blog von cspannagel gefunden und ich finde, es passt.
Der blog Action Day befasst sich in diesem Jahr mit dem Thema Armut. OK, das betrifft uns nicht, ich weiss. Wer diesen Beitrag lesen kann, wird kaum richtig arm sein. Armut bedeutet nach Definition des Wiki-Autors
Armut bezeichnet primär den Mange an lebenswichtigen Gütern (beispielsweise Essen, Obdach, Kleidung) [...]als Zustand gravierender sozialer Benachteiligung
Ich lasse dies so im Raum stehen, denn Armut definiert jeder für sich selber am besten. Wird über Armut gesprochen ist jeder dagegen. Aber man kann ja nichts dagegen tun. Wenn wir Geld spenden, versickert eh alles in den Kanälen der entsprechenden Regimes und Regierungen oder, noch schlimmer, die Hilfsorganisationen verwenden das Geld für die eigenen Löhne.
Über Armut spricht übrigens nur, wer nicht davon betroffen ist. Betroffene schämen sich dafür, schliesslich werden sie nicht als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft empfunden. Faulheit, Desinteresse am Job sind die Vorwürfe. Wer nur am Fliessband arbeitet, wessen Lebenspartner auch noch arbeiten muss (Es soll solche geben, die zum Spass arbeiten, das gilt dann natürlich nicht), alle die sind natürlich "out". Da muss man sich mit einem Kleinkredit wieder in die Gesellschaft einkaufen und mit dem BMW den Status Quo möglichst hoch halten. Zumindest bis zur Kreditrate Nr. 13. Die kann man nähmlich kaum mehr bezahlen. Man merkt.. das Einkommen wird auch mit Kredit nicht höher.
Nicht nur die Erwachsenen grenzen aus, auch Kinder. Wer keine Markenklamotten hat, wer nicht ein aktuelles Handy hat, wer nicht mit der neuesten PSP auftrumpfen kann hat verloren. Kinder sind brutal ehrlich und sagen immer was sie denken. Allerdings lernen sie das Denken meistens von den Eltern. Unbewusst, aber dafür effektiv. Wir Eltern nehmen unsere Kinder an die Hand und zeigen ihnen das Leben. Wir Eltern sind schuld, wenn unsere Kinder Armut nicht erkennen und verstehen, dass Armut keine Schande ist. Wir Eltern sollten als Beispiel vorangehen, zeigen, dass Armut nicht selbstverständlich ist und man etwas dagegen unternehmen kann. Oder müssen wir wirklich von unseren Kindern lernen?
Ob wir dafür schon erwachsen genug sind?
Beitraege



